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Lichtbogen-Schweiß- und Schneidtechnik | INFO 1i
Plasma-Schneidtechnik
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PLASMA FÜR HEIMWERKER UND PROFIS
Die Plasmaschneidmethode ist die universellste der drei hier vorgestellten geblasen wird. Die Temperatur des so gebildeten Lichtbogens liegt bei etwa
Methoden. Es eignet sich zum Schneiden aller elektrisch leitenden 20.000 °C. Diese Temperatur kann bei Verwendung eines Mehrgassystems
Materialien, zu den häufi gsten zählen Baustahl, niedriglegierter Stahl, überschritten werden.
Aluminium, Edelstahl, Nickel und Kupferlegierungen. Es wird für
Materialstärken von 0,5 mm bis 150 mm verwendet. Wie beim CNC-Brennschneiden erfordert auch das Plasmaschneiden die
korrekte Einstellung aller Parameter, insbesondere Strom (Spannung),
Plasmaschneiden ist schneller als Autogenschneiden bei gleicher Auswahl der geeigneten Gas- und Druckeinstellung, korrekte Auswahl der
Materialstärke. Der Plasmalichtbogen hat den Vorteil, dass er keine Verschleißteile (Düsen, Elektroden usw.), Einstellung der Brennerhöhe zum
Luftspalten erkennt, so dass Materialien gestapelt werden können. Auch Material und Schneidgeschwindigkeit. All dies beeinfl usst das Endergebnis,
beschichtetes, feuerverzinktes, galvanisiertes, lackiertes, rostiges und stark die Qualität des Schnitts.
verzundertes Material kann ohne größere Probleme geschnitten werden, Darüber hinaus sind handgeführte Plasmasysteme vielseitig einsetzbar.
sofern das Material gut geerdet ist.
Durch ihre Portabilität können sie an verschiedenen Arbeitsplätzen
Zum Plasmaschneiden sind eine Plasmastromquelle, ein Plasmabrenner eingesetzt werden. Die Systeme können in Kombination mit tragbaren
und eine Gasversorgung erforderlich. Die gängigsten Plasmastromquellen motorisierten / CNC-Systemen verwendet werden. Darüber hinaus werden
haben eine Stromstärke von 30 bis 800 A, sie haben einen Brenner, der an handgeführte Plasmasysteme wegen ihrer Fugenhobelfähigkeit, des
die Gasversorgung angeschlossen ist. Die Systeme sind in zwei Haupt- schnellen, kostengünstigen Materialabtrags und der geringeren Auswirkung
kategorien unterteilt: Ein- und Mehrgas. des Wärmeeintrags favorisiert.
Die Bildung des Plasmastrahls erfolgt innerhalb des Plasmabrenners, wo Mechanisierte Plasmaschneidsysteme eignen sich für den Einsatz in
mit Hilfe elektrischer Spannung das Schneidgas ionisiert wird. Dies wird in der Leicht- bis Schwerindustrie, der Stahlverarbeitung und auf Werften.
der Plasmakammer (zwischen Elektrode und Düse) elektrisch leitend und Manuelles Plasmaschneiden und Fugenhobeln wird in den oben genannten
erzeugt dann einen Plasmalichtbogen, der mit hoher kinetischer Energie Branchen mit dem zusätzlichen Einsatz des Schneidens von Schrott, der
durch eine enge, meist fl üssiggekühlte Düsenöffnung in Richtung des Demontage/Stilllegung von Prozessanlagen und Schiffen verwendet
zu schneidenden Materials austritt, welches schmilzt und aus der Fuge
LASER SCHAFFT JEDES MATERIAL
Der Laserschneidprozess ist der jüngste der drei angeführten. Das Der Laserstrahl wird von einer Festkörper-, CO2- oder Faserquelle erzeugt.
Laserschneiden hat auf dem Gebiet der Laserstrahlerzeugung und ihrer Fasersysteme sind am fortschrittlichsten, der Laserstrahl wird durch eine
Übertragung auf das zu schneidende Material eine bedeutende Entwicklung Faser zum Schneidkopf transportiert. Der Vorteil hierbei ist, dass die Weg-
erfahren. länge des Laserstrahls konstant bleibt, wodurch kostspielige Ausfallzeiten
wegen Neustart und Zurücksetzen der Strahlübertragungsvorrichtung
Der heute in der metallverarbeitenden Industrie verwendete Laserstrahl vermieden werden. Die beim Laserschneiden verwendeten Gase sind
entwickelte sich ursprünglich in den frühen 70er Jahren aus einem Sauerstoff und Stickstoff. Beim Schneiden von Baustahl mit Sauerstoff, als
Verfahren, bei dem ein Sauerstoffl aserstrahl verwendet wurde, der
unterstützendes Gas, tritt eine exotherme Reaktion ähnlich der Brenn-
hauptsächlich zum Schneiden von Titan in der Luft- und Raumfahrtindustrie
schneidmethode auf, wenn das Gas die Schlacke aus dem Material bläst.
bestimmt war. Seitdem sind CO²-Laser zu den populärsten Systemen Stickstoff wird zum Schneiden von Aluminium, Edelstahl, Nickellegierungen,
der Welt geworden. Die weitere Entwicklung hat das Faserlaserschneid- Titan und Kupfer verwendet. Stickstoff kann auch als unterstützendes
verfahren hervorgebracht. Der Faserlaser ist die fortschrittlichste Form und Gas beim Schneiden von Baustahl und niedriglegiertem Stahl verwendet
gilt derzeit als die beste.
werden, um so bessere Ergebnisse zu erzielen und die Nachbearbeitung zu
Die Laserleistung zum Schneiden von Metallen hat im Laufe der Zeit stark minimieren.
zugenommen, von 300 W zum Schneiden von 1,0 mm dickem Baustahl bis Die Anschaffungskosten in die Lasertechnologie sind erheblich. Um
zu 20.000 W zum Schneiden von 50 mm dicken Baustahl. 12.000 W gelten eine schnellere Amortisation zu ermöglichen, können Lasersysteme auf
derzeit als Standard für das Schneiden von 25 mm dickem Kohlenstoffstahl
einer „mannlosen“-Basis betrieben werden, d. h. hochautomatisierte
(Baustahl).
Produktions einheiten arbeiten über Nacht völlig unbemannt oder mit nur
Von den drei oben beschriebenen Technologien ist die Lasertechnologie, wenigen Mitarbeitern zur Ausfallbehebung. Die Energiekosten können
die genaueste. Es schneidet Material mit einer Dicke von Mikrometern relativ hoch sein, was teilweise durch niedrige Verschleißteilkosten
aufwärts und kann alle Metalle schneiden, einschließlich feuerverzinktem ausgeglichen wird.
und galvanisiertem Stahl, obwohl die Dicke derartiger behandelter Metalle
begrenzt ist.
Wenn alle Parameter richtig eingestellt sind, erfordern Profi lteile kaum
noch eine Nachbearbeitung. Alle Lasersysteme bieten die beste Leistung in
einer sauberen Arbeitsumgebung. Schweißen, Schleifen und andere luft-
verschmutzende Vorgänge können die Schnittqualität und die Lebensdauer
des Systems beeinträchtigen. Die zu schneidenden Materialien müssen
sauber und die Oberfl äche frei von Schmutz sein. Eine Oberfl ächenbehand-
lung mit speziellen Beschichtungen oder Sprays kann dazu beitragen, das
Anhaften von mikroskopisch kleinen Spritzern zu verhindern.
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