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INFO | Schweißzubehör
6 i Schweißzubehör
INFOS UND PRAKTISCHE HINWEISE
ZUM THEMA „FORMIEREN“
Bei Schweißarbeiten an austeniti schen Chrom-Nickel-Stählen Da eine mögliche Anreicherung mit Sauerstoff durch o.g. Krite rien durchaus
oxidieren die Schweißnaht und die Schweiß naht zonen bei die spezifi zierten Vorgaben überschreiten kann, ist eine begleitende
ungehindertem Zustrom von Luft sauer stoff. Oxi dierte Oberfl ächen sind Überwachung mit unseren Rest sauerstoff-Messgeräten unverzichtbar.
dann nicht mehr korrosionsbeständig.
Das anschließende Entfernen der Oxid schichten durch mechanische
Verfahren, z. B. Schleifen, beseitigt u.a. die vorhandene Passivschicht der Wir empfehlen zum Formieren/Wurzelschutz keine
Oberfl äche, was ebenfalls die Korrosionsbeständigkeit beeinträchtigt. brennbaren Gase zu verwenden
Das Verhindern von Anlauffarben/Oxidation wird durch den Ein satz von
Schutzgasen in Verbindung mit technischen Vor rich tungen, die den Brennbare Gasgemische sind dann gegeben, wenn der An teil des
Luftsauerstoff fernhalten, erreicht. Wasserstoffes in der Luft zwischen 4 und 75 Vol. % liegt.
Restsauerstoff von mehr als 0,1% verhindert ohnehin, neben starker Bei Schweißarbeiten an Großrohren und Behältern kann es bei diesem
Chromoxidbildung, die homogene Verbindung der Schweiß naht. Daher Mischungsverhältnis zu folgenschweren Ver puffungen kommen.
sollten Schweiß arbeiten an diesen Werkstoffen mit weniger als 70 ppmV
Restsauerstoff durchgeführt werden. Für Formiergase über 10 Vol.% Wasserstoffanteilen schreibt die EN 439
(Ersatz für DIN 32526) Abfackeln vor.
Ferner ist der Gasschutz bis zu einer Abkühlungs temperatur von 180 °C für Dieses ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen mög lich.
alle erwärmten Bereiche aufrechtzuerhalten.
Da die Wasserstoff-Flamme bei Tageslicht kaum sichtbar erscheint, sind
Die Aufrechterhaltung des Gasschutzes bei einer Mehr lagen schweißung Verbrennungen nicht auszuschließen.
sollte je nach Schweißverfahren und Ein bringung der Streckenenergie bis
zu einer Schweiß naht lagen dicke von min destens 10 bis 12 mm erfolgen. Die von uns verwendeten Dichtmaterialien halten auch hohen, indirekten
Temperatureinwirkungen stand.
Beim Verschweißen von Chrom-Stählen mit mehr als 1 1/4 % Chrom,
die in der Regel im vorgewärmten Zustand verschweißt werden, ist die Offene Flammen mit sehr hohen Temperaturen zerstören diese Materialien.
Bildung von Chromoxiden zu vermeiden. Dieses wird schon mit weniger als
1000 ppmV Restsauerstoff erreicht. Bei Schweißarbeiten mit Schutzgas in Großrohren, Be hältern und in engen
Räumen wird die Atemluft und damit auch der Sauerstoff verdrängt. Für
Hohe Vorwärmtemperaturen bis zu 300 °C begünstigen allerdings die zusätzliche Frisch luft zufuhr muss ge sorgt werden.
Bildung von Chromoxiden. Eine weitere Redu zierung des Rest sauerstoffs ist
dann empfehlenswert. Das Mitführen eines Sauerstoff-Messgerätes wird dringend empfohlen.
Der Restsauerstoffanteil addiert sich insgesamt durch folgende Kriterien,
welche unbedingt beachtet werden sollten:
1) Restsauerstoffgehalt des gelieferten Schweiß- und For mier gases.
2) Sauerstoffeintritt und Sauerstoffdiffusion über
a) Ringleitungen/Versorgungsleitungen
b) Schläuche/div. Schlauchmaterialien, Verschraubungen, Dich tungen,
einschließlich Verbindungen in Schweiß maschinen.
c) WiG- und Plasma-Schlauchpakete
d) Druckminderer
e) Schutzgassysteme
f) noch nicht verschweißte Schweißfugen
3.) Wichtig: Die Beschickungsvolumen der Schutzgas systeme sind stets so
klein wie möglich zu wählen. Das erhöht nicht nur die Schweißqualität,
sondern spart zu sätz lich Gas und ermöglicht, mit Spülzeiten von nur
1 bis 2 Minuten auszukommen.
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FORMIERGASE – WERKSTOFFE
X Argon als inertes, d.h. nicht reagierendes Schutzgas,
Als Formiergase werden eingesetzt: X Argon als inertes, d.h. nicht reagierendes Schutzgas,
X Gemische aus Argon bzw. Stickstoff mit Wasserstoff als reduzierende Schutzgase.
WURZELSCHUTZGASE WERKSTOFFE
alle Metalle, auch gasempfi ndliche Werkstoffe, austeni tische Cr-Ni-Stähle, aus tenitisch-ferritische Stähle (Duplex),
Argon gasempfi ndliche Werkstoffe (Titan, Zirkonium, Molybdän), wasserstoffempfi ndliche Werkstoffe (hochfeste Fein korn bau stähle,
Kupfer und Kupferlegierungen, Aluminium und Alu mi nium legierungen sowie sonstige NE-Metalle), ferritische Cr-Stähle
* Stickstoff; Argon-Stickstoff-Gemische austenitische Chrom-Nickel-Stähle, Duplex- und Superduplex-Stähle
*Stickstoff-Wasserstoff-Gemische austenitische Chrom-Nickel-Stähle (nicht mit Titan stabilisiert), Stähle mit Ausnahme hochfester Feinkornstähle
Argon-Wasserstoff-Gemische austenitische Chrom-Nickel-Stähle, Nickel und Nickel basis werkstoffe
* Bei titanstabilisierten rostbeständigen Stählen tritt bei An wendung von Stickstoff bzw. Stickstoff-Wasser stoff gemisch Titan-Nitrit-Bildung auf der durchgeschweißten Wurzel
auf (Gelbfärbung). Das Belassen dieses Titan-Nitrites muss von Fall zu Fall entschieden werden.
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