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3 i    INFO | Schweißzusatzwerkstoffe
                   Schweißzusatzwerkstoffe


          HINWEISE ZUM THEMA


          LÖTEN





          WAS IST LÖTEN?

          Löten ist ein vielseitiges Fügeverfahren, mit dem sich, im Gegensatz zum   Werkstücken einzieht. Hartlotlegierungen haben immer einen Schmelzpunkt
          Schweißen, die meisten in der Technik ver wen deten Metalle miteinander   von über 450 °C, der aber immer unter dem Schmelzpunkt der zu
          verbinden lassen. Es ist ein thermi sches Fügeverfahren, bei dem eine   verbindenden Grundwerkstoffe liegt.
          flüssige Lotlegie rung in die Kapillare zwischen den zu verbindenden

          Das Lötverfahren:
          X  Lötverbindungen lassen sich mittels unterschiedlichster Erwärmungsmethoden erstellen.
          X  Mittels einfacher Vorbereitung und korrekter Durchführung der Lötung werden gute Ergebnisse erzielt.
          X  Löten ist immer ein ökonomisches Fügeverfahren sowohl für kleine Stückzahlen bis hin zur Massenproduktion.
          X  Viele Lötprozesse lassen sich automatisieren, wodurch sich eine gleich bleibende Qualität sowie eine Reduzierung der Kosten erreichen lässt.

          Merkmale des Hartlötens:
          X  Eine herausragende Eigenschaft des Hartlötens besteht darin, Teile unterschiedlicher Größe und Masse aus verschiedenen Metallen und Legierungen
            miteinander zu verbinden.
          X  Hartlöten eignet sich auch zum Fügen von Wolframkarbid, keramischen und ähnlichen, nichtmetallischen Werkstoffen.
   3      X  Das Hartlöten mit Silberhartlot fi ndet bei relativ niedrigen Tem peraturen von 600–900°C statt. Im Gegensatz zum Schweißen schmelzen die
            Grundwerkstoffe beim Hartlöten nicht.
          Vorteile des Hartlötens:
          X  Stark und dehnbar – gut ausgeführte Lötverbindungen können mindestens so stark wie die gefügten Grundwerkstoffe sein und halten auch schwierigen
            Betriebsbedingungen stand.
          X  Leckdicht – das Löten ermöglicht leckdichte Verbindungen, die bei Rohrleitungsinstallationen für Flüssigkeiten und Gase unverzichtbar sind.
          X  Elektrische Leitfähigkeit – Lötverbindungen besitzen eine gute elektrische Leitfähigkeit und werden in Anwendungen eingesetzt, für die diese Eigenschaft
            wichtig ist.
          X  Aussehen – Lötverbindungen haben glatte, saubere Lotkehlen.


                                                                Praktische Anwendungsvideos zu den Themen:
                                                                X  Kupferrohrinstallation Vorbereitung
                                                                X  Kupferrohrinstallation Kapillarlöten
                                                                X  Kupferrohrinstallation Hartlöten
                                                                X  Kupferrohrinstallation Weichlöten


          TECHNISCHE HINWEISE UND SPEZIFISCHE ANWENDUNGEN:

          Lotspalt:                                             Löten von Nickel, nickelhaltigen Legierungen, Eisen und Stahl:
          Man erhält die besten Resultate, wenn der Lotspalt im Bereich zwischen   Nickel, Legierungen auf Nickelbasis, eisenhaltige Metalle, sowie nickel- und
          0,05 und 0,15 mm gehalten werden kann. Engere Lotspalte als 0,05 mm   eisenhaltige Kupferlegierungen sollten nicht mit diesen phosphorhaltigen
          erlauben kein vollständiges kapillares Fließen. Spalten bis 0,2 mm können   Legierungen gelötet werden. Obwohl die Lotlegierungen diese Werkstoffe
          aber noch gefüllt werden. Größere Spalten hingegen, dürften Probleme   benetzen und auf ihnen fl ießen, sind die damit erstellten  Lötverbindungen
          bereiten.                                             aufgrund intermetallischer Verbindungen immer spröde.
          Erwärmungsmethoden:                                   Löten von Hartkupfer:
          Diese Lote haben relativ breite Schmelzbereiche und die zu lötenden   Hartkupfer kann beim Löten auf hoher Temperatur unter reduzierenden
          Grundwerkstoffe haben fast ausschließlich eine hohe Wärmeleitfähigkeit.   Bedingungen Schaden nehmen. Das im Hartkupfer gelöste Kupferoxid
          Deshalb ist das Werkstück schnell auf die Löttemperatur zu erwärmen,   wird von einer red. Flamme oder Atmosphäre reduziert und bildet dann
            wobei ein Sauerstoff-Acetylenbrenner aufgrund der höheren Leistung   mikroskopisch kleine Hohlräume im Metall. Dieser Effekt heißt Wasserstoff-
          einem Brenner mit Erdgas/Druckluft oder Propan vorzuziehen ist.  Versprödung. Es empfi ehlt sich bei diesem Werkstoff mit einer neutralen
                                                                oder leicht oxidierenden Flamme zu arbeiten.
          Wahl des Flussmittels:
          Wenn man Legierungen auf Kupfer basis, wie Messing oder Bronze lötet, ist   Schwefelhaltige Atmosphäre und erhöhte Betriebs temperatur:
          die Anwendung eines Flussmittels nötig.               Mit phosphorhaltigen Lotlegierungen gelötete Teile sollten nicht bei  erhöhten
                                                                Temperaturen starken Schwefel gasen ausgesetzt werden. An der Luft liegt
          Lötstellen-Optik:                                     die höchste ständige Betriebstemperatur bei etwa 200°C. Bei höheren
          Die Lotlegierungen erzeugen leicht grau schwarze Lotkehlen mit etwas   Temperaturen kann eine selektive Oxidation des Phosphors in der Legierung
            grober Oberfl äche, was bei den phosphorhaltigen Loten absolut normal ist.   stattfi nden, was in der Folge die Lötstellen-Qualität ver schlech tert.
          Zudem rauen sie die Oberfl äche des Werkstücks während des Darüber-
          fl ießens auf. Wo eine gute Erscheinung gewünscht wird, wie z. B. bei   Bedingungen beim Einsatz im Wasser:
          galvano technischen Prozessen, sind Silberlotlegierungen vor zuziehen.  Die Legierungen werden verbreitet für Sanitärinstallationen verwendet.
                                                                Weil sie zinkfrei sind, kann keine Entzinkung stattfi nden.
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