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3 i INFO | Schweißzusatzwerkstoffe
Schweißzusatzwerkstoffe
HINWEISE ZUM THEMA
LÖTEN
WAS IST LÖTEN?
Löten ist ein vielseitiges Fügeverfahren, mit dem sich, im Gegensatz zum Werkstücken einzieht. Hartlotlegierungen haben immer einen Schmelzpunkt
Schweißen, die meisten in der Technik ver wen deten Metalle miteinander von über 450 °C, der aber immer unter dem Schmelzpunkt der zu
verbinden lassen. Es ist ein thermi sches Fügeverfahren, bei dem eine verbindenden Grundwerkstoffe liegt.
flüssige Lotlegie rung in die Kapillare zwischen den zu verbindenden
Das Lötverfahren:
X Lötverbindungen lassen sich mittels unterschiedlichster Erwärmungsmethoden erstellen.
X Mittels einfacher Vorbereitung und korrekter Durchführung der Lötung werden gute Ergebnisse erzielt.
X Löten ist immer ein ökonomisches Fügeverfahren sowohl für kleine Stückzahlen bis hin zur Massenproduktion.
X Viele Lötprozesse lassen sich automatisieren, wodurch sich eine gleich bleibende Qualität sowie eine Reduzierung der Kosten erreichen lässt.
Merkmale des Hartlötens:
X Eine herausragende Eigenschaft des Hartlötens besteht darin, Teile unterschiedlicher Größe und Masse aus verschiedenen Metallen und Legierungen
miteinander zu verbinden.
X Hartlöten eignet sich auch zum Fügen von Wolframkarbid, keramischen und ähnlichen, nichtmetallischen Werkstoffen.
3 X Das Hartlöten mit Silberhartlot fi ndet bei relativ niedrigen Tem peraturen von 600–900°C statt. Im Gegensatz zum Schweißen schmelzen die
Grundwerkstoffe beim Hartlöten nicht.
Vorteile des Hartlötens:
X Stark und dehnbar – gut ausgeführte Lötverbindungen können mindestens so stark wie die gefügten Grundwerkstoffe sein und halten auch schwierigen
Betriebsbedingungen stand.
X Leckdicht – das Löten ermöglicht leckdichte Verbindungen, die bei Rohrleitungsinstallationen für Flüssigkeiten und Gase unverzichtbar sind.
X Elektrische Leitfähigkeit – Lötverbindungen besitzen eine gute elektrische Leitfähigkeit und werden in Anwendungen eingesetzt, für die diese Eigenschaft
wichtig ist.
X Aussehen – Lötverbindungen haben glatte, saubere Lotkehlen.
Praktische Anwendungsvideos zu den Themen:
X Kupferrohrinstallation Vorbereitung
X Kupferrohrinstallation Kapillarlöten
X Kupferrohrinstallation Hartlöten
X Kupferrohrinstallation Weichlöten
TECHNISCHE HINWEISE UND SPEZIFISCHE ANWENDUNGEN:
Lotspalt: Löten von Nickel, nickelhaltigen Legierungen, Eisen und Stahl:
Man erhält die besten Resultate, wenn der Lotspalt im Bereich zwischen Nickel, Legierungen auf Nickelbasis, eisenhaltige Metalle, sowie nickel- und
0,05 und 0,15 mm gehalten werden kann. Engere Lotspalte als 0,05 mm eisenhaltige Kupferlegierungen sollten nicht mit diesen phosphorhaltigen
erlauben kein vollständiges kapillares Fließen. Spalten bis 0,2 mm können Legierungen gelötet werden. Obwohl die Lotlegierungen diese Werkstoffe
aber noch gefüllt werden. Größere Spalten hingegen, dürften Probleme benetzen und auf ihnen fl ießen, sind die damit erstellten Lötverbindungen
bereiten. aufgrund intermetallischer Verbindungen immer spröde.
Erwärmungsmethoden: Löten von Hartkupfer:
Diese Lote haben relativ breite Schmelzbereiche und die zu lötenden Hartkupfer kann beim Löten auf hoher Temperatur unter reduzierenden
Grundwerkstoffe haben fast ausschließlich eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Bedingungen Schaden nehmen. Das im Hartkupfer gelöste Kupferoxid
Deshalb ist das Werkstück schnell auf die Löttemperatur zu erwärmen, wird von einer red. Flamme oder Atmosphäre reduziert und bildet dann
wobei ein Sauerstoff-Acetylenbrenner aufgrund der höheren Leistung mikroskopisch kleine Hohlräume im Metall. Dieser Effekt heißt Wasserstoff-
einem Brenner mit Erdgas/Druckluft oder Propan vorzuziehen ist. Versprödung. Es empfi ehlt sich bei diesem Werkstoff mit einer neutralen
oder leicht oxidierenden Flamme zu arbeiten.
Wahl des Flussmittels:
Wenn man Legierungen auf Kupfer basis, wie Messing oder Bronze lötet, ist Schwefelhaltige Atmosphäre und erhöhte Betriebs temperatur:
die Anwendung eines Flussmittels nötig. Mit phosphorhaltigen Lotlegierungen gelötete Teile sollten nicht bei erhöhten
Temperaturen starken Schwefel gasen ausgesetzt werden. An der Luft liegt
Lötstellen-Optik: die höchste ständige Betriebstemperatur bei etwa 200°C. Bei höheren
Die Lotlegierungen erzeugen leicht grau schwarze Lotkehlen mit etwas Temperaturen kann eine selektive Oxidation des Phosphors in der Legierung
grober Oberfl äche, was bei den phosphorhaltigen Loten absolut normal ist. stattfi nden, was in der Folge die Lötstellen-Qualität ver schlech tert.
Zudem rauen sie die Oberfl äche des Werkstücks während des Darüber-
fl ießens auf. Wo eine gute Erscheinung gewünscht wird, wie z. B. bei Bedingungen beim Einsatz im Wasser:
galvano technischen Prozessen, sind Silberlotlegierungen vor zuziehen. Die Legierungen werden verbreitet für Sanitärinstallationen verwendet.
Weil sie zinkfrei sind, kann keine Entzinkung stattfi nden.
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